M 104 – Die Sombrerogalaxie

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Spiralgalaxie im Sternbild Jungfrau

Bei M 104, auch bekannt als NGC 4594, wird die Masse auf etwa 800 Milliarden Sonnenmassen geschätzt. Für die Astronomen überraschend war die Entdeckung, dass das zentrale supermassereiche Schwarze Loch der vergleichsweise kleinen Sombrerogalaxie diejenigen von Milchstraße und Andromeda bei Weitem an Schwere übertrifft. Mit rund 1 Milliarde Sonnenmassen ist es zehnmal so massereich wie das im Zentrum von M 31 befindliche Schwarze Loch und rund 240 mal so groß wie Sagittarius A* im galaktischen Zentrum. Es scheint, dass ein ausgeprägter Bulge stark mit der Masse im zentralen Schwarzen Loch korreliert.

M 104 besitzt ein recht gut bevölkertes System von Kugelsternhaufen, von denen einige hundert in größeren Teleskopen sichtbar sind. Die Gesamtzahl wird auf über 2000 geschätzt und übersteigt damit bei weitem die Anzahl der Kugelsternhaufen der Milchstraße.
1912 hat Vesto Slipher entdeckt, dass die Sombrerogalaxie eine sehr große Rotverschiebung aufweist. Die daraus resultierende Geschwindigkeit, mit der sich die Galaxie von der Milchstraße weg bewegt, beträgt gut 1000 Kilometer pro Sekunde. Diese Geschwindigkeit ist so hoch, dass die Galaxie innerhalb von etwa 10 Millionen Jahren eine Strecke zurücklegt, die dem Radius der Milchstraße entspricht.

AUFNAHMEDATEN

Objekt: M 104
Aufnahmedatum: März 2020
Entfernung: 30 Mio. Lichtjahre
Durchmesser: 50.000 Lichtjahre
Belichtung: 75 x 300 Sek. (Gesamt 6,2 Stunden)
Kalibrierung: 50 Darks / 50 Flats / 200 BIAS
Montierung: Skywatcher EQ6-R PRO
Teleskop: Skywatcher 200/1000 Newton PDS
Filter: Astronomik L2 UV-IR Block 2″
Kamera: ZWO ASI 183 MC Pro @ Gain 55 bei -25°C
Guiding: ZWO OAG mit ASI 120mm-s und PHD2
Auflösung: 0,495 Bogensekunden/Pixel
Software: APP / Photoshop CC